How it works

Auf diesem Blog … werden bereits studierte Bücher in einem Kurz-Review vorgestellt. Das Kurz-Review basiert auf dem sorgfältigen Studium des Buches und einem erstelltem ausführlichem Porträt. Die Lang-Version des Reviews (inklusive Zusammenfassung, Diskussion und Bewertung) wird später evtl in einer Buchveröffentlichung ‚Innovation-Review‘ enthalten sein.
Das Thema Innovationen wird in die nachfolgend beschriebenen Kategorien gegliedert und jedes der vorgestellten Bücher ist einer (in einigen Fällen auch mehreren) Kategorien zugeordnet. Die Zuordnung richtet sich nach dem inhaltlichen Schwerpunkt des Buches.

Bücher

… sind etwas Geniales! Sie speichern Informationen und Wissen. Mit dem Kauf eines Buches signalisiert man zwar Interesse am Thema, der Inhalt erschliesst sich jedoch erst beim Lesen. Das erfordert Zeit – jede Menge Zeit sogar. Manchmal reicht vielleicht die Zusammenfassung …

Innovationen

… sind wieder sexy. Wettbewerbsvorsprung durch Fortschritt und echte Innovationen sind populärer denn je. Es ist schon viel darüber geschrieben worden, ohne jedoch das Phänomen ‚Innovation‘ vollständig in seiner ganzen Vielfalt erfasst, geschweige denn verstanden zu haben.

Auswahl

How it works: Das Thema Innovation ist vielschichtig und durch Unübersichtlichkeit geprägt. Die Anzahl der Veröffentlichungen ist zwar enorm, aber das Phänomen Innovation ist weder verstanden noch in solchem Maße erklärbar, dass Prognosen über bevorstehende Innovationen mehr als Spekulationen wären. Der Fülle und Unübersichtlichkeit des Themas stehen begrenzte Lese-Kapazitäten gegenüber.
Die Auswahl der Bücher basiert auf Erfahrung, Neugierde und Bauchgefühl. Das reicht aus, letztlich kann man erst urteilen, wenn man gelesen hat.

Kategorien

Innovation allgemein:
Grundlagen und Allgemeines, Innovationen als Objekt ( das WAS), nicht eindeutig Zuordenbares 

Organisation & Entrepreneuship:
Mikroökonomische Perspektive, Innovationen im Unternehmen und Herausforderungen,   Gelebtes Innovationsmanagement

Theorien & Konzepte: 
Theoretische Erklärungen,  Konzeptvorschläge, Forschungen und Forschungsergebnisse

Technologiemanagement:
Technologie-getriebene Überlegungen,  Technologiestrategien, Grundlagen versus Anwendungsorientierter Forschung

Märkte & Industrien: 
Makroökonomische Perspektiven und Überlegungen,  Industriespezifische Untersuchungen,  Markt-getriebene Innovationen

Innovationspraxis: 
Beispiele aus Unternehmen und der Industrie,  Best-Practices und Fallbeispiele, Anwendung von Konzepten und Umsetzung

Innovationsprozesse:
Planung und Ablauf, Prozessverbesserung, Das WIE vom Innovationsmanagement

Kreativität:
Wie entsteht Neues?, Kreativitätstechniken, Vielfalt

Sprache:
deutsch und englisch wird unterschieden

Innovation Exzellenz:
Die besten Bücher zum Thema Innovation sind mit 5 von 5 Punkten bewertet und in dieser Kategorie zusammengefasst.

Beurteilung

Die Kernfrage lautet: Welchen Beitrag leistet das Buch oder der Aufsatz, um das Thema Innovation besser erklären, verstehen und vorantreiben zu können. Die Beurteilung erfolgt nach 5 Kriterien: DarstellungStruktur, Verständlichkeit,Neuartigkeit, und Überzeugung. Diese ergeben einen Gesamtwert zwischen 1 und 5 (1 – niedrigster Wert … 5 – höchster Wert).

Darstellung: Wie sind die Informationen aufbereitet? Wird der Text durch Abbildungen, Zeichnungen und Grafiken unterstützt?
Struktur: Gibt es einen roten Faden oder ist das Buch mehr ein Berg zusammenhangloser Thesen?
Verständlichkeit: Wurde das Buch für den Leser geschrieben oder für den Autor? Ein Thema wird nicht durch komplizierte Sätze spannender oder verständlicher.
Neuartigkeit: Gibt es neue Aspekte oder ist es lediglich eine Darstellung bekannter Theorien?
Überzeugung: Vor allem neue Konzepte sind häufig Diskussionsbeiträge ohne vollständigen (wissenschaftlichen) Beweis. Umso wichtiger ist die überzeugende, argumentative Darlegung.

Zwischenfazit

Nach dem ich nun über 90 Bücher zum Thema Innovationen studiert habe, komme ich zu folgendem Ergebnis:

Ein gutes Buch über Innovationen erkennt man relativ schnell an der Perspektive des Autors. Man kann drei Grundansätze unterscheiden:

Der Mangager Ansatz
Die Grundannahme ist, dass ein guter Manager alles steuern kann und die Probleme des Innovationsmanagements sind durch den richtigen Einsatz von Werkzeugen und der Erfahrung und Kompetenz der Manager lösbar.
Dazu zählen wohl die meisten Management Bücher, viele Best-Seller und die von mir so genannten Kochbücher. Häufig wird hier noch ein lineares Modell der Innovation angenommen.

Die Praktiker 
Das Innovationen eine komplexe Angelegenheit sind, die nicht durch einige gut gemeinte Ratschläge, eine Checkliste und evtl. noch ein Benchmark zu lösen sind, haben die Praktiker verstanden. Oft ist ein konkretes Problem der Ausgangs- oder Mittelpunkt des Buches

Die Akademiker
Die Innovationsforschung produziert eine ganze Reihe recht eigenwilliger und überflüssiger Texte aus einer akademischen Fragestellung heraus und dem Anspruch der wissenschaftlichen Arbeit und empirischen Beweisführung ( bis auf Kommastellen genau werden Patentstatistiken erstellt – ohne praktische Relevanz)
Anderseits gibt es sehr gute akademisch fundierte Aufsätze, die das Phänomen Innovation zu erklären versuchen und das zu grunde liegende Dilemma zu lösen versuchen.

Die Bücher der ersten Gruppe haben in der Regel den geringsten Gehalt und sind paradoxerweise oft Bestseller (die typischen Flughafenbücher: am Airport gekauft und auf dem Heimflug schnell noch studiert, wie Innovationsmanagement effizienter wird!). Selten gehen die Bücher dieser Kategorie jedoch über so allgemeine Aussagen wie:
„Ein optimal strukturierter Innovationsprozess bringt einen Wettbewerbsvorteil.“
(Wentz, Innovationsmaschine S.90)

Die Bücher der Praktiker sind in der Regel recht gut da sie versuchen, konkrete Probleme zu lösen. Einige schwächeln jedoch wenn Thesen einfach so in den Raum gestellt werden ohne jeglichen Anspruch auf Nachweis.
Die dritte Kategorie hat den höchsten wissenschaftlichen Anspruch. Neben den rein akademischen Büchern, die meistens in keiner Weise verwertbar sind ist meine Erfahrung, dass die besten Bücher zum Thema Innovation eine Mischung aus Kategorie 2 und 3 sind: ein praktisches Problem tiefgründig und wissenschaftlich fundiert versucht zu lösen und dabei die Zusammenhänge zu erklären ist ein gutes Rezept. Kategorie 1 ist für Einsteiger.

Schreib einen Kommentar