Osterwalder et al: Value Proposition Design (2014)

„The faster you iterate, the more you learn and the faster you succeed.“ (S.209)

Inhalt: Falls man das Buch ‚Business Model Generation‘ gelesen/studiert hat, wird man vom neuen Buch enttäuscht sein.
Natürlich ist es ausgezeichnet illustriert und vermittelt permanent ein ‚gutes Gefühl‘: mit der richtigen Systematik findet man schon heraus, wie man Mehrwert generiert (Was genau unter Value Proposition Design verstanden wird, bleibt dabei vage – zu vage: „…describes the bundle of products and services that create value for a specific customer segment.“ S.22 im BMG Buch!).
Der Canvas wird wie im ersten Buch als das Maß der Dinge gesehen und fast mantra-artig angepriesen. Zum Einstieg ist das sicher ausreichend, um aber tatsächlich im Wettbewerb bestehen zu können, sollte und muss man weit über das hier dargestellt hinaus gehen. Viel Bekanntes wurde vereint und hübsch verpackt.

Diskussion: Der Versuch einer Systematik für eine unsichere, unbestimmte oder chaotische Situation kann nur mit Einschnitten und Begrenzungen funktionieren: Bspw. wird davon ausgegangen, dass es schon Kunden gibt, die man studieren kann usw. Für Start-Ups ist das Buch insofern eher ungeeignet, man beginnt ja mit der Frage ‚Wer ist unser Kunde?‘
Empfehlen kann man das Buch allen, die nach Struktur in ihrem Vorgehen der Produktentwicklung suchen.
Bewertung: 3 von 5

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