Schneider: „Teflon, Post-It und Viagra“ (2006)

“ … dass der wissenschaftliche Fortschritt nicht im Detail planbar ist.“ (S.203)

Zweifellos spielt der Zufall eine größere Rolle bei der Entdeckung neuer Effekte und Phänomene als uns viele Innovationslehrbücher glauben machen wollen. Der Autor liefert dafür eine Reihe von – gut recherchierten – Beispielen (z.B. Teflon, Post-It und Viagra ). Das ist in der Tat eindrucksvoll, vor allem weil er versucht zwischen Mythen und tatsächlich stattgefundenen Ereignissen zu unterscheiden. Jede Menge kluger Hinweise finden sich im Buch. Lehrbuchmeinungen kann man auch überdenken. Dass bspw. nicht immer ein konkreter Bedarf eine Entwicklung steuert, zeigt sich durch die Post-Its. Niemand hat die vorher vermisst, aber heute findet man sie überall. Hoffentlich kommen viele Innovationsmanager, die immer noch glauben es reicht aus, die Bedürfnisse des Kunden zu kennen, ins grübeln. Innovationen bedeutet nicht nur Probleme lösen, sondern auch einfach problembefreites Nachdenken und die Vorbereitung des Geistes.
In 21 Kapiteln werden Beispiele für zufällige Entdeckungen im Sinne des wissenschaftlichen Fortschritts gemacht. Aber das letzte Kapitel ist besonders spannend, da hier beleuchtet wird, wie man diese Erkenntnis bei der Förderung von Wissenschaft und Innovationen anwendet.
Das Buch kann man allen, die sich für Innovationen und hier insbesondere das zufällige Zustandekommen selbiger interessieren.

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