von Hippel: Democratizing Innovation (2005)

Inhalt: Nach seinem Klassiker ‚Sources of Innovation‘ gibt es mit ‚Democrazing Innovation‘ einen logischen Nachfolger. Hippel fokussiert nun ganz auf den Anwender als zentrales Element im Innovationsuniversum. Die Bedeutung des Anwenders, seiner Wünsche und seines Verhaltens wird in mehreren Kapiteln dargelegt und damit die Brücke zu Innovation Communities und Open Innovation hergestellt. Er postuliert sogar einen Trend: „…users will be increasingly important sources of innovation and will increasingly substitute for or complement manufacturers‘ innovation-related activities.” (S.14) Damit würden die Kosten für die Ressource Innovation sinken – so Hippel.
Diskussion: Bei aller Euphorie für den Anwender als Innovationsmotor, Hippel geht wohl einen Schritt zu weit. Unbestritten ist, dass Anwender eine gute (und billige) Quelle für Innovationen sind. Aber eben nur eine von vielen. Wenn ein Unternehmen die Innovationsbemühungen ausschließlich auf den Anwender reduziert, gibt es einen Großteil der Einflussmöglichkeiten ab. Aus Innovationsmanagement wird dann Innovationshoffnung. Das kann nicht im Sinne der Verbesserung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sein. Innovationsmanager, die Anwender stärker in die Innovationstätigkeit ihres Unternehmens einbinden wollen, finden hier dennoch jede Menge Anregungen.
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